Einmütig im Gebet mit Maria

Predigt von Weihbischof Dr. Reinhard Hauke, Erfurt, im Festgottesdienst vom 2.8.2014 in der Basilika von Maria Radna, anlässlich der vierten deutschen Wallfahrt

Bischof_Hauke_2014_Radna

Georg Vrichonossa aus Bosnien kaufte um 1668 von einem italienischen Wanderverkäufer ein Marienbild aus der Remondini-Druckerei in Bassano (Norditalien), schnitzte einen Holzrahmen und hängte das Bild in seinem Zimmer auf, damit er dort um einen guten Tod beten konnte. 1668 jedenfalls beschloss Georg Vrichonossa, der Kirche von Radna dieses Bild zu schenken, da das bisherige Altarbild der Kirche zerstört worden war. Bei einer Plünderung 1695, bei der alle Bilder der Kirche verbrannt werden sollten, blieb das Marienbild als einziges unversehrt zurück. Damit gewann es an Bedeutung und viele Wallfahrer gingen zu diesem Marienbild, um Maria in den gesellschaftlichen und persönlichen Nöten um Hilfe zu bitten. Wenn schon die Flammen des Feuers dieses Bild nicht zerstören konnten, dann musste  ja wohl auch der Glaube an die Hilfe Mariens eine Wirkung haben! – so die Überzeugung der Wallfahrer bis auf den heutigen Tag. Es geht nicht um das Kunstwerk des 17. Jahrhunderts. Es geht um Maria, die seit alter Zeit von den Christen als Helferin in den Nöten des Lebens angerufen wird. Wenn schon allein dieser Wunderbericht von der Rettung des Marienbildes Vertrauen auf die Hilfe Gottes und der Gottesmutter bewirkte, um wie viel mehr dann das, was wir in der Heiligen Schrift lesen und hören über Maria, der Mutter Jesu.
Die Apostelgeschichte berichtet auf ihren ersten Seiten vom Gebet der Apostel mit Maria im Obergemach von Jerusalem. Wir denken dabei gleich an den Abendmahlssaal, der ja auch in einem Obergemach (vgl. Mk 14,15) sich befand, und ich denke, dass das mit Absicht so berichtet wurde und sich auch so ereignet hat. Wenn das Abendmahl gefeiert wird, wenn die Apostel sich an die Worte und Taten Jesu erinnern und das tun, was Jesus beim Letzten Abendmahl gesagt und getan hat, dann ist Jesus Christus wirklich unter den Aposteln wie beim Letzten Abendmahl. Es bleibt dann nicht bei einer bloßen Erinnerung, sondern wird eine neue Wirklichkeit, die dazu hilft, den Glauben aufzunehmen, zu gestalten, durchzutragen und weiterzugeben.
Neben der Lokalisierung im Obergemach fällt auf, dass die Namen der 11 Apostel aufgezählt werden. Die Zahl ist unvollständig. Es fehlt Judas Iskariot. Damit kommt die Erinnerung, dass sich im Kreis der Freunde Jesu ein Verräter befand. Vermutlich wollte Judas für die Öffentlichkeitswirksamkeit Jesu sorgen und hat dessen Aufenthaltsort deshalb verraten. Jesus bindet diesen Verrat des Freundes in seinen Heilsweg aber ein. Die Unvollkommenheit der Zahl ist ein Hinweis auf die Unvollkommenheit der Apostel, die vom Erbarmen Jesu leben – auch Petrus, der ihn dreimal verleugnete.
Weiterhin erkennen wir, dass in diesem Kreis Maria sich befindet, die wie ein „Ersatzapostel“ aufgezählt wird. Damit ist der Zwölferkreis eigentlich wieder vollständig. Maria steht wie die übrigen Apostel in der Erfahrung von Tod, Auferstehung und Himmelfahrt Jesu. Das Gebet schafft für sie eine Brücke zu dem, den sie geliebt haben und der nun in der Herrlichkeit des Himmels ist. Um den Kreis der Elf mit Maria rankt sich der Kreis der übrigen Jünger, die eigens genannt werden. Das will wohl sagen: Neben den konkreten Amtsträgern finden sich auch zahlreiche Zeugen der Frohen Botschaft Jesu, die über den Kreis der Apostel hinaus hilfreich wirken können und sollen.
Die Zugehörigkeit Mariens in die Gemeinschaft der Apostel wird besonders deutlich durch das Wort Jesu vom Kreuz herab. Zu Johannes sagt Jesus im Verweis auf Maria: „Siehe, deine Mutter“ (Joh 19, 27). Dieses Wort Jesu am Ende seines irdischen Lebens ist wie ein Testament – wie ein Vermächtnis, mit dem er Wesentliches klären will. In so einer Situation sagt man nichts Überflüssiges. Maria wird dem Apostel Johannes anvertraut. Das ist auch mehr als nur eine Klärung, wer von nun an für die rechtliche Sicherheit von Maria zuständig ist, wenn Jesus als Sohn es nicht mehr tun kann. Es geht um Maria inmitten der Kirche. Sie wird dem Apostel zugeordnet und steht damit bei denen, die der Kirche ihre konkrete Gestalt in die Zeit hinein geben sollen. Die beiden anderen Frauen werden in diese Position nicht hineingenommen, obwohl sie wie Maria sich einen Weg zum Kreuz verschafft haben und wie Maria und Johannes dem Gekreuzigten treu geblieben sind. Wir könnten sogar sagen: Sie haben mehr noch als die Apostel Jesus die Treue gehalten, und dennoch wurden sie nicht wie Maria dem Kreis der Apostel zugeordnet. Wir stehen damit auch bei einem Rätsel, das wir mit unseren Überlegungen nicht lösen können. Wir spüren die Souveränität Jesu und seine gestaltende Kraft, die uns manchmal ein Rätsel bleibt und für manche sogar zum Ärgernis wird, die wir aber auch als eine Tatsache ernst nehmen müssen und hinter die wir nicht zurück können. Bisweilen werden Forschungen darüber angestellt, wer denn um Jesus herum noch Bedeutung hatte und ob vor allem die Frauen durch die Apostel und ihre Nachfolger hinten an gestellt wurden. Wir stellen fest wie in unserem Fall, dass es auch weitere bedeutsame Frauen in der Heiligen Schrift gibt, aber keine wird so sehr durch Jesus und die Apostel geehrt wir Maria. Die einleuchtendste Begründung ist natürlich: Sie hat als einzige Jesus geboren. Aber kann das als Alleinstellungsmerkmal gelten und andere in die zweite Reihe verweisen?
Wenn die Kirche unser Werk wäre, hätten wir vielleicht das Recht, die Dinge anders zu ordnen. Da sie aber nicht unser Werk ist, nehmen wir manche Tatsachen verwundert war und haben die Aufgabe, diese zu akzeptieren und ihren tieferen Sinn zu ergründen. Dazu gehört für mich auch die Tatsache, dass an manchen Orten wunderbare Dinge auf die Fürsprache Mariens geschehen sind und an anderen nicht. Da kann man sich wundern und vielleicht sogar ärgern, aber hier spüren wir, dass das Wirken Gottes und seiner Heiligen nicht in unserer Hand liegt. Es fällt uns Menschen oft schwer, das zu akzeptieren, weil wir doch so gern die Macher und Beherrschenden sind. Das Leben aus dem Glauben besteht jedoch eher im Hinhören, im Beobachten, im Stauen, im Danken und Beten. Maria hat die Erfahrungen mit Jesus in ihrem Herzen bewahrt. Sie hat nicht diskutiert und ihre Gedanken in den Vordergrund geschoben. Sie vertraute ihrem Sohn, auch wenn es ihr mit Sicherheit schwer gefallen ist, alles zu akzeptieren. Wie schon in Nazaret wiederholt sie im Laufe ihres Lebens immer wieder: „Mir geschehe, wie du es gesagt hast“ (Lk 1, 38).
Und damit bestimmen wir als Wallfahrer zu einem Marienwallfahrtsort auch unsere Position: Mit Maria sind wir einmütig zum Gebet versammelt und versuchen, die Gedanken Gottes für die Welt und uns selbst zu ergründen, zu akzeptieren und das Gotteslob anzustimmen. Wir haben uns nicht zu einer Diskussionsrunde versammelt, zu einem Vortrag oder einer Reglementierung, die ein Bischof oder Priester vornimmt. Wir sind versammelt zu einem Gottesdienst und Gebet vor dem Bild der Gottesmutter von Maria Radna in dankbarer Erinnerung für das, was mit ihrem Bild Wunderbares geschehen ist und mit der Bitte, dass auf ihre Fürsprache hin auch unser Leben in die Vollendung gelangt, die Maria heute hat – gekrönt mit der Herrlichkeit des Himmels, die ihr Jesus Christus schenken konnte. Es ist für mich wichtig, auf diese besondere Situation des Beters und Wallfahrers aufmerksam zu machen, denn sie ist so anders als die Situationen, die von unseren Zeitgenossen als wertvoll und sinnvoll angesehen werden. Zwar gibt es auch Fußballfans, die bis nach Brasilien fliegen, um ein Fußballspiel zu sehen, die Geld für die Reise und den Eintritt ins Stadion bezahlen, die das, was wir aufwenden, um zur Wallfahrt zu kommen, an vielfachem übersteigen. Dennoch wird alles, was mit Religion und religiösem Eifer zu tun hat, gern als gestrig und unbedeutsam abgetan. Wenn jedoch dann ein Papst erlebt wird, der keine Scheu hat, im offenen Papamobil durch Krisengebiete zu fahren, wenn Ärzte aufgrund ihres Glaubens oder ärztlichem Ethos die Ebola-Epidemie in Westafrika bekämpfen wollen und dabei das eigene Leben riskieren, wenn die Schwestern von Mutter Teresa wie ihre Gründerin dorthin gehen, wo niemand gern sein möchte, weil es dort unangenehm aussieht oder riecht, dann kommen die Menschen, die vielleicht bisher über den Glauben gespottet haben, zu Fragen und zum Staunen. Sie erkennen verborge Kräfte, die ihnen bisher nicht bekannt waren. Sie erkennen Lebensentwürfe, die ihr bisheriges Denken durchbrechen und in Frage stellen. Dann ist der rechte Zeitpunkt gekommen, an dem wir als Christen mit Freude Zeugnis geben dürfen von unserer Sicht der Dinge und der Welt, wo es nicht zuerst um das Machen und Herrschen geht, sondern um das Bedenken, Hinhören, Staunen und Beten. Im Bistum Erfurt bemühen wir uns seit Jahren, die Menschen in diesem Sinn zu prägen. Die Situation ist aber nicht einfach.
Im Bistum Erfurt leben 8% Katholiken mit 25% evangelischen Christen. Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung kennt das Evangelium nicht oder hat bisher keinen Mut gehabt, dieser Botschaft zuzuhören und zuzustimmen. Mit verschiedenen Gottesdienstangeboten versuchen wir seit Jahren, den Menschen die Sinnhaftigkeit und Schönheit des Glaubens zu erschließen. Am Heiligabend laden wir ein zu einem eigenen Gottesdienst für Nichtchristen in den Dom. Am Valentinstag, dem 14. Februar, laden wir ökumenisch alle, die sich als Ehepartner auf den gemeinsamen Lebensweg gemacht haben, zu einem Segnungsgottesdienst ein. Kranke werden am Kosmas- und Damiangedenktag gesegnet. Jugendliche sind mit 15 Jahren in den Dom eingeladen, wenn sie als Nichtchristen über das Erwachsenwerden nachdenken wollen. Trauernde laden wir zu Gedenkgottesdiensten ein, in denen sie die Namen der Verstorbenen in ein Buch eintragen, eine Kerze anzünden und Wort der Heiligen Schrift hören können. Immer wieder gibt es Situationen, die an den Fundamenten des Lebens rütteln und zum Umdenken einladen.

Ein Bespiel:

Robert K., ein Schüler der 8. Klasse des Gutenberg-Gymnasiums in Erfurt verspürt am 26. April 2002 in einer Unterrichtspause den Wunsch, die Etage, in der sich sein Klassenraum befindet, zu verlassen und sein Pausenbrot eine Etage tiefer zu essen. Als er auf dieser unteren Etage angekommen ist, fallen Schüsse im Schulgebäude. Robert Steinhäuser tötet 16 Personen im Schulgebäude und zuletzt auch sich selbst. Robert K. ist entsetzt wie alle anderen Mitschüler und wird in Sicherheit gebracht. Er hat überlebt, obwohl er eigentlich auf der Etage des Massakers hätte sein sollen. Die Ursache für diesen Wunsch, die Etage des Massakers zu verlassen, kennt er damals nicht. Er erzählt dieses Erlebnis seiner evangelischen Großmutter. Diese empfiehlt ihm, sich darüber mit dem Dompfarrer zu unterhalten. Ostern 2003 wurde Robert K. im Dom zu Erfurt getauft. Er hat die Stimme in sich als Stimme Gottes gedeutet, der ihn beschützen will und vielleicht noch etwas Besonderes mit ihm vorhat. Robert studiert nun Politikwissenschaften. Als das Attentat in Winnenden (11.03.2009) war, bot er sich als Gesprächspartner für die Betroffenen an.

Ein weiteres Beispiel:

Ein Familienvater hat sein drittes Kind auf dem Arm. Seine Frau und die zwei weiteren Kinder sind katholisch getauft. Er selbst hat sich dazu bisher nicht entscheiden können. Nun hält er sein drittes Kind auf dem Arm, das gesund und munter ist. Er denkt über Ehepaare nach, die kranke Kinder zu betreuen haben oder keine Kinder bekommen können. Er spricht mit seiner Frau darüber. Es ist ihm klar, dass er diese Tatsache nicht einfach auf sich beruhen lassen kann. Er entscheidet sich zur Taufe und zum Christwerden aus Dankbarkeit für das Geschenk des Lebens auf seinem Arm.

Und ein persönliches Beispiel:

Meine Mutter erzählte uns Kindern, die nach der Vertreibung aus Schlesien in Weimar geboren wurden, wie sie und meine älteren Geschwister durch eine kleine Gipsfigur der Gottesmutter vor einer Misshandlung gerettet wurde. Sie hatte diese Madonna auf die Flucht mitgenommen. Nun stand sie in der Stube der Flüchtlinge in der Ecke auf einem Brett – sichtbar für alle, die den Raum betraten. Als eines Tages russische Soldaten das Zimmer stürmten und die Mutter aufgefordert worden war, ihre Töchter herauszugeben, schaute der russische Soldat auf die Madonna, bekreuzigte sich und verließ das Zimmer. Diese Madonna hat heute in meiner Wohnung – im sogenannten Traditionskabinett – einen Ehrenplatz.

Unser Glaube wächst durch das Erzählen von Erlebnissen und Erfahrungen. Er lebt vom persönlichen Zeugnis der Christen, die für sich selbst die Frage beantwortet haben: „Ist es sinnvoll, als Christ zu leben?“ Eltern, Freunde, Seelsorgerinnen und Seelsorger verweisen auf die eigenen Erfahrungen, aber auch auf die Traditionszeugen der Kirche und auf das Zeugnis der Heiligen Schrift.  Der Glaube lebt vom Wort und Beispiel des christlichen Lebens. Glaube lässt sich nicht machen, sondern nur vorbereiten durch das katechetische und liturgische Tun der Christen. So gehört zum Leben der christlichen Gemeinde neben dem Gebet um das Geschenk des Glaubens auch die Verkündigung sowohl durch dafür qualifizierte Christen – den Pfarrer und die Katecheten als auch durch die Getauften und Gefirmten der Gemeinde. Eltern und Paten stiften zum Glauben an, indem sie unverkrampft und selbstverständlich von Gott erzählen und in das Leben der Gemeinde einführen. Der Weg des Kindes an der Hand der Eltern in die Kirche ist ein wesentlicher Baustein auf dem Weg zum Christwerden. Dieser Kirchgang will vorbereitet sein durch ein Gespräch und das Zurechtlegen der guten Sonntagshose oder des Sonntagskleides. Er wird nachbereitet durch ein Gespräch über den Gottesdienst – in aller Offenheit und Ehrfurcht vor dem, was geschehen ist und gesehen und gehört wurde. Das Reden über Gottesdienst und Kirche ist Ausdruck des Interesses an Kirche und Glaube. Kritisches Bedenken hilft zur Annahme von Schwachheit und zum Neuanfang.  Wir reden über das Geschenk des Glaubens und die Verwendung des Geschenks. Wir sorgen uns darum, dass er weiterhin gebraucht und als sinnvoll aufbewahrt wird für künftige Generationen.

Weil wir den Glauben und seinen zentralen Inhalt nicht sehen können, steht er oft in der Kritik. Es braucht deshalb einen soliden Glauben, der auch mit historischen, archäologischen und theologischen Fakten argumentieren kann. Es braucht aber auch den einzelnen Christen, der den Glauben wagt – selbst dann, wenn nicht alle Fakten der Exegese und Dogmatik verstanden worden sind. Mit dem Leben aus dem Geschenk des Glaubens steht und fällt alles.  Es gehört Mut zum Leben aus dem Glauben. Das Gebet zu den Heiligen und Maria drückt diesen Glauben aus.
Es hat irgendwann einmal angefangen, dass Menschen das Wagnis des Glaubens eingegangen sind. Zu Ihnen gehören Abraham und Mose, zu ihnen gehören Maria und die christlichen Märtyrer. Zu ihnen gehören auch die Menschen, von denen ich berichtet habe. Das Kind springt in die offenen und ausgebreiteten Arme des Vaters von der hohen Mauer, weil es die Erfahrung gemacht hat: Er fängt mich auf! Ich behaupte: Ängstliche und auf Sicherheit hin ausgerichtete Menschen werden niemals Christen werden können. Der Glaubende traut Gott alles zu und hat irgendwann einmal persönliche Erfahrungen gemacht, als er das Wagnis des Glaubens einging. Manchen Glaubenden hat das Wagnis Kopf und Kragen gekostet, aber sie haben Kopf und Kragen gegeben in großer Zuversicht, dass ihre Hingabe nicht ohne Segen ist in dieser Welt und in der Ewigkeit. Und so ist es empfehlenswert, diese Zeugen des Glaubens kennen zu lernen, wenn das Wagnis uns zu groß erscheint. So ist es wichtig, das Kirchenjahr mitzufeiern und die Bilder in den Kirchen wie hier in Maria Radna zu studieren, die von den Glaubenszeugen der Jahrhunderte berichten. So ist es wichtig, am Leben der Gemeinde teilzunehmen und hier zu erleben, wie Menschen in meinem Lebensumfeld den Glauben mit Leben erfüllen. Den Christen geht es nicht besser, aber sie haben es besser, weil sie den Glauben in ihr Leben mit großer Freude und Selbstverständlichkeit eingebaut haben. Das dürfen wir heute hier in Maria Radna in so vielfältiger Weise bei den Wallfahrern erleben. Möge diese Freude anhalten im Alltag, in den wir wieder hinausgesandt werden. Amen.

EINMÜTIG IM GEBET MIT MARIA
Predigt von Weihbischof Dr. Reinhard Hauke, Erfurt, im Festgottesdienst vom 2.8.2014 in der Basilika von Maria Radna, anlässlich der vierten deutschen Wallfahrt

Georg Vrichonossa aus Bosnien kaufte um 1668 von einem italienischen Wanderverkäufer ein Marienbild aus der Remondini-Druckerei in Bassano (Norditalien), schnitzte einen Holzrahmen und hängte das Bild in seinem Zimmer auf, damit er dort um einen guten Tod beten konnte. 1668 jedenfalls beschloss Georg Vrichonossa, der Kirche von Radna dieses Bild zu schenken, da das bisherige Altarbild der Kirche zerstört worden war. Bei einer Plünderung 1695, bei der alle Bilder der Kirche verbrannt werden sollten, blieb das Marienbild als einziges unversehrt zurück. Damit gewann es an Bedeutung und viele Wallfahrer gingen zu diesem Marienbild, um Maria in den gesellschaftlichen und persönlichen Nöten um Hilfe zu bitten. Wenn schon die Flammen des Feuers dieses Bild nicht zerstören konnten, dann musste  ja wohl auch der Glaube an die Hilfe Mariens eine Wirkung haben! – so die Überzeugung der Wallfahrer bis auf den heutigen Tag. Es geht nicht um das Kunstwerk des 17. Jahrhunderts. Es geht um Maria, die seit alter Zeit von den Christen als Helferin in den Nöten des Lebens angerufen wird. Wenn schon allein dieser Wunderbericht von der Rettung des Marienbildes Vertrauen auf die Hilfe Gottes und der Gottesmutter bewirkte, um wie viel mehr dann das, was wir in der Heiligen Schrift lesen und hören über Maria, der Mutter Jesu.
Die Apostelgeschichte berichtet auf ihren ersten Seiten vom Gebet der Apostel mit Maria im Obergemach von Jerusalem. Wir denken dabei gleich an den Abendmahlssaal, der ja auch in einem Obergemach (vgl. Mk 14,15) sich befand, und ich denke, dass das mit Absicht so berichtet wurde und sich auch so ereignet hat. Wenn das Abendmahl gefeiert wird, wenn die Apostel sich an die Worte und Taten Jesu erinnern und das tun, was Jesus beim Letzten Abendmahl gesagt und getan hat, dann ist Jesus Christus wirklich unter den Aposteln wie beim Letzten Abendmahl. Es bleibt dann nicht bei einer bloßen Erinnerung, sondern wird eine neue Wirklichkeit, die dazu hilft, den Glauben aufzunehmen, zu gestalten, durchzutragen und weiterzugeben.
Neben der Lokalisierung im Obergemach fällt auf, dass die Namen der 11 Apostel aufgezählt werden. Die Zahl ist unvollständig. Es fehlt Judas Iskariot. Damit kommt die Erinnerung, dass sich im Kreis der Freunde Jesu ein Verräter befand. Vermutlich wollte Judas für die Öffentlichkeitswirksamkeit Jesu sorgen und hat dessen Aufenthaltsort deshalb verraten. Jesus bindet diesen Verrat des Freundes in seinen Heilsweg aber ein. Die Unvollkommenheit der Zahl ist ein Hinweis auf die Unvollkommenheit der Apostel, die vom Erbarmen Jesu leben – auch Petrus, der ihn dreimal verleugnete.
Weiterhin erkennen wir, dass in diesem Kreis Maria sich befindet, die wie ein „Ersatzapostel“ aufgezählt wird. Damit ist der Zwölferkreis eigentlich wieder vollständig. Maria steht wie die übrigen Apostel in der Erfahrung von Tod, Auferstehung und Himmelfahrt Jesu. Das Gebet schafft für sie eine Brücke zu dem, den sie geliebt haben und der nun in der Herrlichkeit des Himmels ist. Um den Kreis der Elf mit Maria rankt sich der Kreis der übrigen Jünger, die eigens genannt werden. Das will wohl sagen: Neben den konkreten Amtsträgern finden sich auch zahlreiche Zeugen der Frohen Botschaft Jesu, die über den Kreis der Apostel hinaus hilfreich wirken können und sollen.
Die Zugehörigkeit Mariens in die Gemeinschaft der Apostel wird besonders deutlich durch das Wort Jesu vom Kreuz herab. Zu Johannes sagt Jesus im Verweis auf Maria: „Siehe, deine Mutter“ (Joh 19, 27). Dieses Wort Jesu am Ende seines irdischen Lebens ist wie ein Testament – wie ein Vermächtnis, mit dem er Wesentliches klären will. In so einer Situation sagt man nichts Überflüssiges. Maria wird dem Apostel Johannes anvertraut. Das ist auch mehr als nur eine Klärung, wer von nun an für die rechtliche Sicherheit von Maria zuständig ist, wenn Jesus als Sohn es nicht mehr tun kann. Es geht um Maria inmitten der Kirche. Sie wird dem Apostel zugeordnet und steht damit bei denen, die der Kirche ihre konkrete Gestalt in die Zeit hinein geben sollen. Die beiden anderen Frauen werden in diese Position nicht hineingenommen, obwohl sie wie Maria sich einen Weg zum Kreuz verschafft haben und wie Maria und Johannes dem Gekreuzigten treu geblieben sind. Wir könnten sogar sagen: Sie haben mehr noch als die Apostel Jesus die Treue gehalten, und dennoch wurden sie nicht wie Maria dem Kreis der Apostel zugeordnet. Wir stehen damit auch bei einem Rätsel, das wir mit unseren Überlegungen nicht lösen können. Wir spüren die Souveränität Jesu und seine gestaltende Kraft, die uns manchmal ein Rätsel bleibt und für manche sogar zum Ärgernis wird, die wir aber auch als eine Tatsache ernst nehmen müssen und hinter die wir nicht zurück können. Bisweilen werden Forschungen darüber angestellt, wer denn um Jesus herum noch Bedeutung hatte und ob vor allem die Frauen durch die Apostel und ihre Nachfolger hinten an gestellt wurden. Wir stellen fest wie in unserem Fall, dass es auch weitere bedeutsame Frauen in der Heiligen Schrift gibt, aber keine wird so sehr durch Jesus und die Apostel geehrt wir Maria. Die einleuchtendste Begründung ist natürlich: Sie hat als einzige Jesus geboren. Aber kann das als Alleinstellungsmerkmal gelten und andere in die zweite Reihe verweisen?
Wenn die Kirche unser Werk wäre, hätten wir vielleicht das Recht, die Dinge anders zu ordnen. Da sie aber nicht unser Werk ist, nehmen wir manche Tatsachen verwundert war und haben die Aufgabe, diese zu akzeptieren und ihren tieferen Sinn zu ergründen. Dazu gehört für mich auch die Tatsache, dass an manchen Orten wunderbare Dinge auf die Fürsprache Mariens geschehen sind und an anderen nicht. Da kann man sich wundern und vielleicht sogar ärgern, aber hier spüren wir, dass das Wirken Gottes und seiner Heiligen nicht in unserer Hand liegt. Es fällt uns Menschen oft schwer, das zu akzeptieren, weil wir doch so gern die Macher und Beherrschenden sind. Das Leben aus dem Glauben besteht jedoch eher im Hinhören, im Beobachten, im Stauen, im Danken und Beten. Maria hat die Erfahrungen mit Jesus in ihrem Herzen bewahrt. Sie hat nicht diskutiert und ihre Gedanken in den Vordergrund geschoben. Sie vertraute ihrem Sohn, auch wenn es ihr mit Sicherheit schwer gefallen ist, alles zu akzeptieren. Wie schon in Nazaret wiederholt sie im Laufe ihres Lebens immer wieder: „Mir geschehe, wie du es gesagt hast“ (Lk 1, 38).
Und damit bestimmen wir als Wallfahrer zu einem Marienwallfahrtsort auch unsere Position: Mit Maria sind wir einmütig zum Gebet versammelt und versuchen, die Gedanken Gottes für die Welt und uns selbst zu ergründen, zu akzeptieren und das Gotteslob anzustimmen. Wir haben uns nicht zu einer Diskussionsrunde versammelt, zu einem Vortrag oder einer Reglementierung, die ein Bischof oder Priester vornimmt. Wir sind versammelt zu einem Gottesdienst und Gebet vor dem Bild der Gottesmutter von Maria Radna in dankbarer Erinnerung für das, was mit ihrem Bild Wunderbares geschehen ist und mit der Bitte, dass auf ihre Fürsprache hin auch unser Leben in die Vollendung gelangt, die Maria heute hat – gekrönt mit der Herrlichkeit des Himmels, die ihr Jesus Christus schenken konnte. Es ist für mich wichtig, auf diese besondere Situation des Beters und Wallfahrers aufmerksam zu machen, denn sie ist so anders als die Situationen, die von unseren Zeitgenossen als wertvoll und sinnvoll angesehen werden. Zwar gibt es auch Fußballfans, die bis nach Brasilien fliegen, um ein Fußballspiel zu sehen, die Geld für die Reise und den Eintritt ins Stadion bezahlen, die das, was wir aufwenden, um zur Wallfahrt zu kommen, an vielfachem übersteigen. Dennoch wird alles, was mit Religion und religiösem Eifer zu tun hat, gern als gestrig und unbedeutsam abgetan. Wenn jedoch dann ein Papst erlebt wird, der keine Scheu hat, im offenen Papamobil durch Krisengebiete zu fahren, wenn Ärzte aufgrund ihres Glaubens oder ärztlichem Ethos die Ebola-Epidemie in Westafrika bekämpfen wollen und dabei das eigene Leben riskieren, wenn die Schwestern von Mutter Teresa wie ihre Gründerin dorthin gehen, wo niemand gern sein möchte, weil es dort unangenehm aussieht oder riecht, dann kommen die Menschen, die vielleicht bisher über den Glauben gespottet haben, zu Fragen und zum Staunen. Sie erkennen verborge Kräfte, die ihnen bisher nicht bekannt waren. Sie erkennen Lebensentwürfe, die ihr bisheriges Denken durchbrechen und in Frage stellen. Dann ist der rechte Zeitpunkt gekommen, an dem wir als Christen mit Freude Zeugnis geben dürfen von unserer Sicht der Dinge und der Welt, wo es nicht zuerst um das Machen und Herrschen geht, sondern um das Bedenken, Hinhören, Staunen und Beten. Im Bistum Erfurt bemühen wir uns seit Jahren, die Menschen in diesem Sinn zu prägen. Die Situation ist aber nicht einfach.
Im Bistum Erfurt leben 8% Katholiken mit 25% evangelischen Christen. Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung kennt das Evangelium nicht oder hat bisher keinen Mut gehabt, dieser Botschaft zuzuhören und zuzustimmen. Mit verschiedenen Gottesdienstangeboten versuchen wir seit Jahren, den Menschen die Sinnhaftigkeit und Schönheit des Glaubens zu erschließen. Am Heiligabend laden wir ein zu einem eigenen Gottesdienst für Nichtchristen in den Dom. Am Valentinstag, dem 14. Februar, laden wir ökumenisch alle, die sich als Ehepartner auf den gemeinsamen Lebensweg gemacht haben, zu einem Segnungsgottesdienst ein. Kranke werden am Kosmas- und Damiangedenktag gesegnet. Jugendliche sind mit 15 Jahren in den Dom eingeladen, wenn sie als Nichtchristen über das Erwachsenwerden nachdenken wollen. Trauernde laden wir zu Gedenkgottesdiensten ein, in denen sie die Namen der Verstorbenen in ein Buch eintragen, eine Kerze anzünden und Wort der Heiligen Schrift hören können. Immer wieder gibt es Situationen, die an den Fundamenten des Lebens rütteln und zum Umdenken einladen.

Ein Bespiel:

Robert K., ein Schüler der 8. Klasse des Gutenberg-Gymnasiums in Erfurt verspürt am 26. April 2002 in einer Unterrichtspause den Wunsch, die Etage, in der sich sein Klassenraum befindet, zu verlassen und sein Pausenbrot eine Etage tiefer zu essen. Als er auf dieser unteren Etage angekommen ist, fallen Schüsse im Schulgebäude. Robert Steinhäuser tötet 16 Personen im Schulgebäude und zuletzt auch sich selbst. Robert K. ist entsetzt wie alle anderen Mitschüler und wird in Sicherheit gebracht. Er hat überlebt, obwohl er eigentlich auf der Etage des Massakers hätte sein sollen. Die Ursache für diesen Wunsch, die Etage des Massakers zu verlassen, kennt er damals nicht. Er erzählt dieses Erlebnis seiner evangelischen Großmutter. Diese empfiehlt ihm, sich darüber mit dem Dompfarrer zu unterhalten. Ostern 2003 wurde Robert K. im Dom zu Erfurt getauft. Er hat die Stimme in sich als Stimme Gottes gedeutet, der ihn beschützen will und vielleicht noch etwas Besonderes mit ihm vorhat. Robert studiert nun Politikwissenschaften. Als das Attentat in Winnenden (11.03.2009) war, bot er sich als Gesprächspartner für die Betroffenen an.

Ein weiteres Beispiel:

Ein Familienvater hat sein drittes Kind auf dem Arm. Seine Frau und die zwei weiteren Kinder sind katholisch getauft. Er selbst hat sich dazu bisher nicht entscheiden können. Nun hält er sein drittes Kind auf dem Arm, das gesund und munter ist. Er denkt über Ehepaare nach, die kranke Kinder zu betreuen haben oder keine Kinder bekommen können. Er spricht mit seiner Frau darüber. Es ist ihm klar, dass er diese Tatsache nicht einfach auf sich beruhen lassen kann. Er entscheidet sich zur Taufe und zum Christwerden aus Dankbarkeit für das Geschenk des Lebens auf seinem Arm.

Und ein persönliches Beispiel:

Meine Mutter erzählte uns Kindern, die nach der Vertreibung aus Schlesien in Weimar geboren wurden, wie sie und meine älteren Geschwister durch eine kleine Gipsfigur der Gottesmutter vor einer Misshandlung gerettet wurde. Sie hatte diese Madonna auf die Flucht mitgenommen. Nun stand sie in der Stube der Flüchtlinge in der Ecke auf einem Brett – sichtbar für alle, die den Raum betraten. Als eines Tages russische Soldaten das Zimmer stürmten und die Mutter aufgefordert worden war, ihre Töchter herauszugeben, schaute der russische Soldat auf die Madonna, bekreuzigte sich und verließ das Zimmer. Diese Madonna hat heute in meiner Wohnung – im sogenannten Traditionskabinett – einen Ehrenplatz.

Unser Glaube wächst durch das Erzählen von Erlebnissen und Erfahrungen. Er lebt vom persönlichen Zeugnis der Christen, die für sich selbst die Frage beantwortet haben: „Ist es sinnvoll, als Christ zu leben?“ Eltern, Freunde, Seelsorgerinnen und Seelsorger verweisen auf die eigenen Erfahrungen, aber auch auf die Traditionszeugen der Kirche und auf das Zeugnis der Heiligen Schrift.  Der Glaube lebt vom Wort und Beispiel des christlichen Lebens. Glaube lässt sich nicht machen, sondern nur vorbereiten durch das katechetische und liturgische Tun der Christen. So gehört zum Leben der christlichen Gemeinde neben dem Gebet um das Geschenk des Glaubens auch die Verkündigung sowohl durch dafür qualifizierte Christen – den Pfarrer und die Katecheten als auch durch die Getauften und Gefirmten der Gemeinde. Eltern und Paten stiften zum Glauben an, indem sie unverkrampft und selbstverständlich von Gott erzählen und in das Leben der Gemeinde einführen. Der Weg des Kindes an der Hand der Eltern in die Kirche ist ein wesentlicher Baustein auf dem Weg zum Christwerden. Dieser Kirchgang will vorbereitet sein durch ein Gespräch und das Zurechtlegen der guten Sonntagshose oder des Sonntagskleides. Er wird nachbereitet durch ein Gespräch über den Gottesdienst – in aller Offenheit und Ehrfurcht vor dem, was geschehen ist und gesehen und gehört wurde. Das Reden über Gottesdienst und Kirche ist Ausdruck des Interesses an Kirche und Glaube. Kritisches Bedenken hilft zur Annahme von Schwachheit und zum Neuanfang.  Wir reden über das Geschenk des Glaubens und die Verwendung des Geschenks. Wir sorgen uns darum, dass er weiterhin gebraucht und als sinnvoll aufbewahrt wird für künftige Generationen.

Weil wir den Glauben und seinen zentralen Inhalt nicht sehen können, steht er oft in der Kritik. Es braucht deshalb einen soliden Glauben, der auch mit historischen, archäologischen und theologischen Fakten argumentieren kann. Es braucht aber auch den einzelnen Christen, der den Glauben wagt – selbst dann, wenn nicht alle Fakten der Exegese und Dogmatik verstanden worden sind. Mit dem Leben aus dem Geschenk des Glaubens steht und fällt alles.  Es gehört Mut zum Leben aus dem Glauben. Das Gebet zu den Heiligen und Maria drückt diesen Glauben aus.
Es hat irgendwann einmal angefangen, dass Menschen das Wagnis des Glaubens eingegangen sind. Zu Ihnen gehören Abraham und Mose, zu ihnen gehören Maria und die christlichen Märtyrer. Zu ihnen gehören auch die Menschen, von denen ich berichtet habe. Das Kind springt in die offenen und ausgebreiteten Arme des Vaters von der hohen Mauer, weil es die Erfahrung gemacht hat: Er fängt mich auf! Ich behaupte: Ängstliche und auf Sicherheit hin ausgerichtete Menschen werden niemals Christen werden können. Der Glaubende traut Gott alles zu und hat irgendwann einmal persönliche Erfahrungen gemacht, als er das Wagnis des Glaubens einging. Manchen Glaubenden hat das Wagnis Kopf und Kragen gekostet, aber sie haben Kopf und Kragen gegeben in großer Zuversicht, dass ihre Hingabe nicht ohne Segen ist in dieser Welt und in der Ewigkeit. Und so ist es empfehlenswert, diese Zeugen des Glaubens kennen zu lernen, wenn das Wagnis uns zu groß erscheint. So ist es wichtig, das Kirchenjahr mitzufeiern und die Bilder in den Kirchen wie hier in Maria Radna zu studieren, die von den Glaubenszeugen der Jahrhunderte berichten. So ist es wichtig, am Leben der Gemeinde teilzunehmen und hier zu erleben, wie Menschen in meinem Lebensumfeld den Glauben mit Leben erfüllen. Den Christen geht es nicht besser, aber sie haben es besser, weil sie den Glauben in ihr Leben mit großer Freude und Selbstverständlichkeit eingebaut haben. Das dürfen wir heute hier in Maria Radna in so vielfältiger Weise bei den Wallfahrern erleben. Möge diese Freude anhalten im Alltag, in den wir wieder hinausgesandt werden. Amen.